Archiv für November 2011

Günstige Immobilienkredite

7 November 2011

Wer die aktuellen Meldungen über die Finanzmarktkrise verfolgt, wird sich sicherlich fragen, wie es um die Entwicklung der Finanzen allgemein und der Zinsen für Immobilienfinanzierungen ganz besonders steht. Waren Experten bis vor einigen Wochen nämlich noch der Meinung, dass die Erholung der Wirtschaft auch einen Anstieg der Zinsen zur Folge hat, so sind sie angesichts der Krisen in Griechenland und dem Euro eines besseren belehrt worden. Kredite mit einer Zinsbindung von fünf Jahren erhalten potenzielle Immobilienerwerber schon ab 2,5 %; zehnjährige Kredite für unter 3,5 %.

Aufgrund dieses historisch niedrigen Zinsniveaus ist es nur zu verständlich, dass die Banken eine vermehrte Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen verzeichnen. Gerade auch wegen der Ungewissheit auf dem Kapitalmarkt ist die Nachfrage nach Krediten mit einer Zinsbindung von 20 Jahren stark gestiegen. Und wer in den nächsten ein bis zwei Jahren sowieso mit seiner Bank über eine Anschlussfinanzierung verhandeln muss, überlegt es sich, diese aktuell niedrigen Zinskonditionen vorab durch ein Forward-Darlehen zu sichern.

Wer sich allerdings erstmals mit dem Gedanken trägt, eine Immobilie zu erwerben, sollte nicht nur auf die günstigen Zinsen achten, sondern sich umfassend darüber informieren, ob und wenn ja unter welchen Bedingungen eine Finanzierung überhaupt in Frage kommt. Denn eine Baufinanzierung ist immer eine individuelle Angelegenheit, die zwingend auch auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Erwerbers abgestimmt sein muss. Deutlich wird das in Bezug auf die familiäre Situation. Erwirbt eine Familie mit Kindern ein Eigenheim, können diese unter Umständen die zinslosen Förderdarlehen der Landesbanken in Anspruch nehmen. Energetisch sanierte Immobilien bzw. Neubauten nach den neuesten energetischen Bestimmungen werden durch entsprechende Förderdarlehen der KfW zinsgünstig finanziert. Und allgemein für Arbeitnehmer interessant ist die Möglichkeit, die staatlichen Zulagen aus dem Wohn-Riester für die Finanzierung einer selbst bewohnten Immobilie zu nutzen. Das kann geschehen durch Abschluss eines extra dafür zertifizierten Bausparvertrages. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Zulagen als Tilgung für ein Annuitätendarlehen in Anspruch zu nehmen. Diese Alternative bieten aber im Augenblick nur sehr wenige Kreditinstitute an.

Insofern kann ganz sicher gesagt werden, dass ein Immobilienerwerb nicht zuletzt auch wegen der Notwendigkeit für eine Private Rentenversicherung im Augenblick eine lohnenswerte Alternative ist. Sie muss aber wohl überlegt sein und sollte nur mit entsprechendem Eigenkapital in Angriff genommen werden.

Zinsen für Baufinanzierung trotz Griechenlandkrise niedrig

7 November 2011

Wer die aktuellen Meldungen über die Finanzmarktkrise verfolgt, wird sich sicherlich fragen, wie es um die Entwicklung der Finanzen allgemein und der Zinsen für Immobilienfinanzierungen im Speziellen steht. Waren Experten bis vor einigen Wochen noch der Meinung, dass die Erholung der Wirtschaft auch einen Anstieg der Zinsen zur Folge hat, so sind die Fachleute angesichts der Krisen in Griechenland und der des Euros eines besseren belehrt worden. Kredite mit einer Zinsbindung von fünf Jahren erhalten potenzielle Immobilienerwerber schon ab 2,5 %; zehnjährige Kredite für oft unter 3,5 %.

Aufgrund dieses historisch niedrigen Zinsniveaus ist es nur zu verständlich, dass die Banken eine vermehrte Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen verzeichnen. Gerade auch wegen der Ungewissheit auf dem Kapitalmarkt ist die Nachfrage nach Krediten mit einer Zinsbindung von 20 Jahren stark gestiegen. Und wer in den nächsten ein bis zwei Jahren sowieso mit seiner Bank über eine Anschlussfinanzierung verhandeln muss, überlegt, die niedrigen Zinskonditionen vorab durch ein Forward-Darlehen zu sichern.

Wer sich allerdings erstmals mit dem Gedanken trägt, eine Immobilie zu erwerben, sollte nicht nur auf die günstigen Zinsen achten, sondern sich umfassend darüber informieren, ob und wenn ja, unter welchen Bedingungen eine Finanzierung überhaupt infrage kommt. Egal, ob Häuser im Tessin oder eine Ferienwohnung auf Sylt, die Baufinanzierung ist immer eine individuelle Angelegenheit, die zwingend auch auf die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Erwerbers abgestimmt sein muss.

Deutlich wird dies in Bezug auf die familiäre Situation. Erwirbt eine Familie mit Kindern ein Eigenheim, können diese unter Umständen die zinslosen Förderdarlehen der Landesbanken in Anspruch nehmen. Energetisch sanierte Immobilien bzw. Neubauten nach den neuesten energetischen Bestimmungen werden durch entsprechende Förderdarlehen der KfW zinsgünstig finanziert. Für Arbeitnehmer ist die Möglichkeit interessant, die staatlichen Zulagen aus dem Wohn-Riester für die Finanzierung einer selbst bewohnten Immobilie zu nutzen. Dies kann u. a. durch Abschluss eines extra dafür zertifizierten Bausparvertrages geschehen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Zulagen als Tilgung für ein Annuitätendarlehen in Anspruch zu nehmen. Diese Alternative bieten aber im Augenblick nur sehr wenige Kreditinstitute an.

Insofern kann ganz sicher gesagt werden, dass ein Immobilienerwerb nicht zuletzt auch wegen der notwendigen privaten Altersvorsorge im Augenblick eine lohnenswerte Alternative ist. Sie muss aber wohl überlegt sein und sollte nur mit entsprechendem Eigenkapital in Angriff genommen werden.

Bauzinsen auf Rekordtief

7 November 2011

Die Bauzinsen in Deutschland befinden sich auf einem historischen Tief. Schon im Herbst 2010 hatten sie sehr niedrig gelegen, dann hob die EZB ab dem April 2011 die Leitzinsen in zwei Schritten um insgesamt 0,5 Prozent an. Sämtliche Experten kamen nach Anwendung einer klassischen Chartanalyse zu dem Schluss, dass die Bauzinsen dieser Entwicklung folgen würden, bis zum Oktober 2011 ist dies jedoch nicht geschehen.

Erklärungen für das Zinstief
Das Zinstief im Herbst 2011 ist tatsächlich erstaunlich und angesichts des Marktumfeldes nicht nur historisch tief, sondern auch historisch einmalig. Denn sowohl die Zinsen für Tages- und Festgeldanlagen als auch diejenigen für zweckungebundene Ratenkredite oder Pkw-Finanzierungen sind inzwischen leicht nach oben gegangen, wie es nach einer Leitzinserhöhung der EZB auch völlig normal ist. Nur das Baugeld verhält sich dieses Mal anders. Der erste Zinsschritt der EZB hatte am 09. April 2011 (um 0,25 Prozent) stattgefunden, eigentlich müsste sich spätestens im Herbst 2011 eine Anpassung der Bauzinsen feststellen lassen. Es gibt jedoch Erklärungen für die sinkenden Zinsen. Die Leitzinsanhebung der EZB dürfte auf absehbare Zeit die letzte gewesen sein. Noch im Februar 2011 war darüber spekuliert worden, dass es im Oktober oder November noch mal zu Erhöhungen kommen könnte, das hat die EZB im September 2011 endgültig verneint. Zu stark schwelt die Eurokrise, man fürchtet ein Abwürgen der Konjunktur. Die sensible Hypothekenwirtschaft nimmt solche Signale sehr genau auf.

Was sollen Bauherren jetzt tun?
Wer einen Neubau schon länger plant, braucht nicht auf bessere Zeiten zu warten, die Zeiten sind hinsichtlich der Zinsen so gut wie nie. Sogar ein Forward-Kredit für eine Finanzierung erst in einigen Jahren (bis 60 Monate Vorlauf) könnte eine gute Idee sein. Die Zinsen liegen im Branchendurchschnitt bei etwa 3,5 Prozent, völlig exakte Zahlen sind aufgrund der unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen nicht anzugeben. Sie lagen jedoch zu Beginn der 2000er Jahre für vergleichbare Darlehen bei mehr als sechs Prozent. Eine Zinsverringerung um 2,7 Prozent bedeutet bei einem Darlehen von 150.000 Euro und 20 Jahren Laufzeit eine Ersparnis von 53.300 Euro.

Allerdings raten sogar die Banker davon ab, Bauvorhaben überstürzt anzugehen. Eine Immobilie ist und bleibt immer noch ein Lebensprojekt. Allein wer ohnehin Geld anlegen möchte, Aufwendungen steuerlich geltend machen kann und gern in Immobilien investieren will, kann die Gunst der Stunde nutzen. Denn das “Betongeld” schützt auch vor Inflation. Die Preise für Immobilien steigen leicht, die Mieten ebenfalls. Die Konstellation ist also für Investoren fast noch besser als für private Bauherren, die eine Selbstnutzung anstreben.